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Messer Review - Yam! Magazine 17-Nov-02
Rammstein-Sänger Till Lindemann veröffentlichte einem Gedichtband: Kunst oder einfach nur Krank?
“….Die Eierstöcke von Mama und auch die Wanzen unterm Bett feierten ein schmutzig fest besoffen sich am hodenfett…” (aus “Zum Sein von schlechtern Eltern”)
Was soll uns das sagen?
Till Lindemann liebt es zu provozieren
Ein Gedichtband mit Lyrik vom Rammstein-Chef Till Lindemann (39) - das ist nicht für schwache Nerven. Wer ihn und Rammstein kennt, kann sich denken, dass sein Werk “Messer” nicht von Blumen und Schmetterlingen handelt.
Und richtig – in Vorwort heißt es: “Lindemanns Gedichte sind verbal Hinrichtungen, poetischer Suizid, sie gleichen einem Fallbeil aus Worten” Und das ist noch harmlos formuliert… Die meisten Verse will Yam! Hier nicht zitieren – zu hart, zu sextisch! Psychologe Hannes Niggenaber kam nach der Lektüre des Buches zu einem harten Urteil: “Sie Gedichte wirken wie pubertäre Ergüsse eines Wirrkops oder aber wie im Drogenrausch geschreiben. Die Texte sind Ausdruck unglaublicher Aggressionen, sind voller Verbitterung. “Messer” liest sich wie ein Horrorroman”
Bleibt die Frage, was Tills Welt so negativ macht oder gemacht hat. Sein Ödipuskomplex, den ihm amerikanischer Germanistikstudent attestierte? Die harten sieben Jahre als allein erziehender Vater? Oder ist „Messer“ nicht anderes als ein Spiegel der Rammstein-Texte?
Yam! Hätte gerne mit Till über sein Buch gesprochen, doch die Interviewfrage bleib leider unbeanwortet.
Yam! meint, frei nach Rammsteins „First Arsch“** : Macht nix, fürn Arsch...
(**Till’s erste band in 1986)
© 2005 Sue Lindemann
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